Film am 02.10. im Stadtteilkino
Dokufi lm über den rassistischen Brandanschlag von Mölln im Jahr 1992 in Kooperation mit dem Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart Im November 1992 zerstörten rassistische Brandanschläge in Mölln das Leben von Ibrahim Arslan und seiner Familie. Der 7-jährige Junge überlebte das Feuer, verlor aber auf tragische Weise seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. In der Folgezeit erhielt die Stadt Hunderte von Solidaritätsschreiben, die archiviert wurden und fast drei Jahrzehnte lang in Vergessenheit gerieten. Verwoben mit Ibrahims ergreifender Erinnerungsreise und seinen Begegnungen mit drei Briefschreiberinnen, bilden diese längst vergessenen Botschaften eine eindrucksvolle visuelle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Film begleitet Ibrahim und seine Geschwister und zeichnet ein sensibles Portrait des anhaltenden Traumas, das ihr Leben bis heute prägt. Durch seinen Kampf gegen Rassismus und den Einsatz für die Opfer hat Ibrahim einen Weg gefunden, seinen Schmerz zu kanalisieren. Sein Bruder Namık hingegen kämpft immer noch mit den emotionalen Narben der Vergangenheit.DIE MÖLLNER BRIEFE verschafft nicht nur den Überlebenden und Familien der Opfer mehr Gehör, sondern erzählt auch von der großen Solidarität und dem Mitgefühl, das nach den Anschlägen in Briefen und Beileidsbekundungen an die Familien adressiert wurde.Erst 2020 wurden diese Briefe, geschrieben von Erwachsenen und Kindern, im Archivder Stadt Mölln entdeckt. Sie wurden nie an die Familien weitergeleitet. Der Film von Martina Priessner wurde ausgezeichnet mit dem Berlinale PanoramaPublikumspreis 2025, dem Amnesty International Filmpreis 2025 und dem Roman Brodmann Preis 2025.
DE 2025, 96 min, FSK 12
kulturwerk.de
Blauer Salon • Eintritt €5,- / Bonuscard unbegrenzt frei
Film
Termin:
2. Oktober. 2026
Blauer Salon
Einlass: 18.45 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: 5,- € / Bonuscard frei
Kartenbestellung
Termin:
2. Oktober. 2026
Blauer Salon
Einlass: 18.45 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: 5,- € / Bonuscard frei